Paul

Paul

 

 

Paul ist nach unserem verstorbenen Uli ein weiteres Scheidungskind, welches wir als Nothund in unserem Rudel aufgenommen haben. Wir fanden seine Anzeige bei Facebook als wir gerade im Urlaub waren. Nach vielen Gesprächen am Telefon, entschieden wir uns, ihn kennenlernen zu wollen. Unser Urlaub endete am 23.12. und wir kamen in dieser Nacht zurück nach Hause. Es stand aber fest, sollte die Chemie stimmen, feiert er Weihnachten mit uns! Am 24.12. putzen wir früh noch schnell den Weihnachtsbaum an – nicht in der gewohnten Ruhe, wie sonst – und machten uns auf den Weg zur Pflegestelle, wo Paul schon eine Weile wohnte. Dort kam uns ein 1,5 jähriger Wuschel überaus freundlich und sympatisch entgegen, begrüßte uns in liebevoller Manier und um uns war es geschehen. Es war nun unser erster Irish Wolfhound. Etwas fremd war uns die Rasse schon noch, aber erleichternd kam hinzu, dass meine Zuchtwartin, die uns mit den Ridgis betreut, diese Rasse züchtet und Paul auch noch aus ihrer Zucht stammte. Der Draht war also kurz bei aufkommenden Fragen.

Die ersten paar Tage im Rudel waren etwas anstrengend. Es war hoch aufregend für Paul, denn er kannte kein Rudel. Er war bisher ein Einzelhund. Dies legte sich aber schnell und unsere Mädels übernahmen Paul`s Erziehung. Stück für Stück konnten wir auch unser Vertrauen in Paul und andersherum aufbauen. Es ist hochinteressant, diese verschiedenen Charaktere der Rassen kennenzulernen! Wo unsere Ridgi`s bei einem “ernsteren” Wort sofort erschreckt schauen und “sagen”  – ja ja, ist ja gut, wir haben es doch verstanden!, sieht dich Paul an und meint – “kannst das nochmal wiederholen?” , mit einer Miene so treudoof, dass man seinen “Spruch” auch noch glauben mag! Er hat seinen ganz eigenen Charm. Kommt Besuch, drängelt Paul sich immer vor und gibt an,  der beste, liebste und streichelwürdigste aus dem Rudel zu sein. Mit seinem Gewicht von 60 kg, was deutlich über dem der Rigdi`s liegt, hat er da auch einen gewissen Vorteil! Und er liebt Kinder über alles! Ähnlich unserem Uli, der ebenfalls mit Kindern aufgewachsen ist und diese dann durch die Trennung seiner Familie verlorenen hat, bekommt man den Eindruck, dass er diese Momente mit dem Zusammentreffen mit Kindern zurück holen möchte. Er ist so zärtlich und genießt jede Streicheleinheit und weiß dann manchmal nicht, wie er sich noch drehen und wenden soll, damit auch jede Körperstelle etwas abbekommt. Dafür lieben wir ihn sehr! Er hat sich sehr gut ins Rudel integriert und wir möchten ihn nicht mehr missen! Es war die richtige Entscheidung!